Allergiebehandlung

Der Heuschnupfen ist unter den Allergien der absolute „Spitzenreiter“ und dabei, zu einer echten Volkskrankheit zu werden. Leider wird eine Erkrankung allzu oft auf die leichte Schulter genommen. Ein Fehler, der schwerwiegende Folgen haben kann, denn jeder dritte Pollenallergiker wird im Lauf seiner Krankheitsgeschichte zum Asthmatiker.

Durch ein Nicht-Erkennen oder Nicht-Behandeln des Heuschnupfens verlagert sich die allergische Entzündung unter Umständen auf die unteren Atemwege und es kommt zum gefürchteten Etagen-Wechsel. 

Auch Hausstaubmilden, Tierhaare, Insektengift oder auch Metalle, Kosmetika, Duftstoffe und Zahnersatz (wie Amalgam) können Allergien auslösen.

Durch verschiedene Tests können wir die jeweiligen Allergene finden und geeignete Therapien einleiten.

In unserer Praxis stehen uns dazu folgende Verfahren zur Verfügung:

  • Hauttestungen (Prick, intracutan, Scratch)
  • Nasale oder bronchiale Provokationstests
  • Spezielle laborchemische Untersuchungen (RAST)

Im Gegensatz zu den Testverfahren am Patienten sind Laboruntersuchungen für den Patienten ohne Belastung, da hier kein direkter Allergenkontakt besteht. Sie sind besonders bei Kindern oder schmerzempfindlichen Patienten empfehlenswert.

Beratung und Behandlung

Hyposensibilisierung

Im Rahmen der Hyposensibilisierung wird nach einem bestimmten Zeitplan – schrittweise durch Spritzen oder Tropfen  –  der Körper langsam an Allergie auslösende Stoffe gewöhnt. Die Behandlungsdauer beträgt im Durchschnitt drei Jahre, wobei verschieden intensive Behandlungsschemata zur Verfügung stehen.

SLIT

Bei der Hyposensibilisierung gibt es verschiedene Therapieformen. Wir führen in der Regel die Sublinguale Immuntherapie (SLIT) durch, da sie einfach zu Hause durchzuführen ist. Dabei werden die Allergene täglich oral in Form von Tropfen eingenommen.

Als Alternative haben sich vor allem bei der Gräserpollen-Allergie auch Sublingualtabletten (Schmelztabletten, die man langsam im Mund zergehen lässt) als gut wirksam erwiesen.

Akupunktur

Zur Allergiebehandlung setzen wir aber auch die Akupunktur ein.
Die Akupunktur ist eine sehr alte Therapieform der traditionellen chinesischen Medizin. Darunter versteht man das schon seit 3000 Jahren praktizierte gezielte Setzen von Nadelreizen an bestimmten Stellen der Haut. Die chinesische Medizin geht davon aus, dass in unserem Körper bestimmte Energiebahnen (Meridiane) existieren, auf denen sich Punkte mit besonderer Energiedichte befinden. Werden diese Punkte mit feinen sterilen Nadeln gereizt, wird Energie frei gesetzt. Diese regt die Selbstheilungskräfte des Körpers an.

Grundsätzlich gilt für alle Allergiker: 

Vermeiden Sie das Rauchen, denn die ständige Reizung der Atemwege erleichtert den Allergenen den Angriff auf die Schleimhäute. In Situationen, in denen sich ein Kontakt mit den Allergenen nicht vermeiden lässt, sollten Sie wirksame Medikamente bereithalten.